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Keloide, Wildfleisch oder Piercingfehler? – Ein Fall, den jeder Piercer kennen sollte


Wer Piercings professionell stechen möchte, muss mehr können als nur eine Nadel sicher führen.

Die Bilder zeigen einen Fall, der in der Praxis immer wieder vorkommt und für viele Kunden, aber auch für unerfahrene Piercer, eine große Herausforderung darstellt.

Am Ohr ist eine deutliche Gewebeveränderung sichtbar. Zusätzlich zeigt die Brust eine ausgeprägte überschießende Narbenbildung. Bereits diese Kombination liefert wichtige Hinweise auf die individuelle Wundheilung des Kunden.

Warum ist das so wichtig?

Viele Menschen neigen genetisch zu einer stärkeren Narbenbildung. Wer bereits Keloide oder hypertrophe Narben entwickelt hat, besitzt häufig auch ein erhöhtes Risiko für sogenannte „Wildfleischbildungen“ oder überschießende Heilungsreaktionen bei Piercings.

Genau deshalb beginnt professionelles Piercen nicht mit der Nadel, sondern mit einer gründlichen Anamnese.

Mögliche Ursachen solcher Veränderungen

In der Praxis beobachten wir häufig mehrere Faktoren gleichzeitig:

  • Falsch gewählter Schmuck

  • Zu kurzer Erstschmuck

  • Minderwertige Materialien

  • Falscher Stichwinkel

  • Dauerhafte Reizung durch Druck oder Bewegung

  • Ungeeignete Nachsorge

  • Zu aggressive Desinfektionsmittel

  • Vorbestehende Neigung zu Keloiden

  • Fehlerhafte Platzierung des Piercings

Oft wird vorschnell von „Wildfleisch“ gesprochen. Tatsächlich können sich dahinter ganz unterschiedliche Prozesse verbergen:

  • Reizgranulation

  • Hypertrophe Narben

  • Keloide

  • Chronische Entzündungen

  • Druckschäden durch Schmuck

Die richtige Unterscheidung ist entscheidend für die weitere Versorgung.

Was ein guter Piercer erkennen muss

Ein professioneller Piercer sollte bereits vor dem Stechen erkennen können:

  • Wie verhält sich die Haut des Kunden?

  • Gibt es auffällige Narben?

  • Besteht eine Keloid-Neigung?

  • Ist die gewählte Stelle anatomisch geeignet?

  • Welcher Schmuck ist sinnvoll?

  • Welche Risiken müssen aufgeklärt werden?

Wer diese Punkte übersieht, produziert nicht selten Probleme, die später nur schwer korrigierbar sind.

Das lernt man nicht auf YouTube

In unseren Schulungen geht es nicht nur um das Stechen von Piercings.

Unsere Schüler lernen:

  • Anatomie verstehen

  • Hauttypen beurteilen

  • Keloide und Wildfleisch unterscheiden

  • Schmuckkunde

  • Materialverträglichkeiten

  • Fehleranalyse

  • Problempiercings erkennen

  • Professionelle Kundenberatung

  • Sichere Nachsorge

Denn ein Piercing ist nur dann erfolgreich, wenn der Kunde auch Monate später noch zufrieden ist.


Horst Sticht Zu – Staatlich anerkannte Piercing-Ausbildung

Praxisnah. Ehrlich. Direkt aus dem Studioalltag.

Du möchtest Piercen professionell lernen und echte Fallbeispiele statt Theorie aus dem Lehrbuch sehen?

Dann informiere dich über unsere Aus- und Weiterbildungen in Elmshorn.


 
 
 

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